Familienurlaub in der Toskana und Urlaub am Gardasee

2023 Sommerferien: Der Wunsch der Mehrheit in unserer Familie lautete diesmal: bitte wieder Urlaub in Italien: die Wahl fiel auf die schöne Toskana (2 Wochen) und auf den Gardasee (1 Woche). Als Quartier für die ersten 2 Wochen fanden wir über eine Google-Recherche die familienfreundliche Unterkunft „Paradu Ecovillage“ in Castagneto Carducci (ca. 1 Stunde südlich von Pisa). Dieses recht große Feriendorf mit verschiedenen Chalets liegt in einem Pinienwald direkt am Strand und verfügt über mehrere Pools, Restaurants und einen kleinen Supermarkt. Wir steuerten die Unterkunft mit dem Auto von Brüssel aus an, wobei wir allerdings kurz nach der Grenze zu Italien eine Zwischenübernachtung gemacht haben. Im Feriendorf bewohnten wir das Chalet Elba , welches für eine 5köpfige Familie mit 3 Schlafzimmern, zwei Küchenzeilen, zwei Bädern und einer großen Terrasse sehr großzügig geschnitten war. Insgesamt hat uns die Unterkunft sehr gut gefallen; allerdings sind die Preise für die Unterkunft und insbesondere die Preise an den Bars m.E. etwas zu hoch angesetzt.

Suvereto, Bolgheri und Castagneto Carducci – Toskanische Dörfer

Während unseres Aufenthalts besuchten wir an einigen Tagen – meistens in Verbindung mit einem Abendessen – ein paar typische toskanische Dörfer in der Nähe unserer Unterkunft. Sehr gut gefallen hat uns das mittelalterliche Dorf Suvereto, welches etwas erhöht liegt, weswegen man von dort einen atemberaumenden Ausblick auf die Umgebung hat.

Im Anschluss an unseren Spaziergang durch Suvereto hatten wir ein sehr leckeres Abendessen im nahe gelegenen Agriturismo La Fonte di Vivalda, wo insbesondere das Tiramisu sehr zu empfehlen ist.

Restaurant La Fonte di Vivalda

Bolgheri ist vor allem dadurch bekannt, dass die mit drei Kilometern längste Zypressenallee Italiens zum Eingang des Dorfes führt.

Uns hat das Dorf nicht wirklich überzeugt, da sowohl die Restaurants als auch die Geschäfte eher nur für Touristen angelegt waren.

Sehenswert ist ebenfalls das Dorf Castagneto Carducci. Letzteres liegt auf einem Hügel, weswegen man einige tolle Aussichtspunkte hat.

Nach einem Spaziergang durch das Dorf, wo es einige nette Geschäfte und Restaurants gibt, schlossen wir unseren Besuch durch ein leckeres Abendessen im Restaurant „Ristorante Il Vecchio Frantoio“ ab. Dort hatten wir vorab einen Tisch reserviert und wir wurden nicht enttäuscht! Neben einem Ausblick von der Terrasse bis zum Meer hin gab es leckeres toskanisches Essen (u.a. Parpadelle mit Wildschweinragout).

Ausblick vom Restaurant

Pisa

Während unseres Urlaubs in der Toskana hatten wir natürlich auch vor, den Kindern bekannte Sehenswürdigkeiten der Region zu zeigen. Aufgrund der Nähe unserer Unterkunft zu Pisa (ca. 1 Stunde) gehörte daher der berühmte schiefe Turm von Pisa dazu!

Blick auf den schiefen Turm von Pisa

Aus diesem Grunde machten wir uns an einem der Nachmittage mit unserem Auto auf Richtung Pisa! Parkmöglichkeiten (kostenpflichtige) in der Nähe des Turms sind vor Ort relativ viele zu finden. Nach einem leckeren Eis in der Nähe des Turms ging es dann zum schönen „Piazza dei Miracoli“ („Platz der Wunder“, Domplatz von Pisa (Unesco-Welterbe)), auf dem man neben dem bekannten schiefen Turm noch einige andere sehenswerte Bauwerke bewundern kann, u.a. den Dom. Der Turm selbst ist knapp 56 Meter hoch und hat derzeit ca. einen Neigungswinkel von 4 Grad. Ende des 20. Jahrhunderts war der Turm für Besucher lange Zeit gesperrt, da er drohte einzustürzen. Derzeit kann man den Turm – nach Restaurierungsarbeiten – wieder besteigen (Kinder müssen 8 Jahre alt sein!). Tickets kann man entweder nur für den Turm oder z.B. auch zusammen für den Dom erwerben. Wir entschlossen uns dazu, den Turm lediglich von außen anzuschauen (inklusive zahlreicher Fotos, auf denen die Kinder den Turm stützen!), dafür aber den Dom zu besichtigen.

Der Rest von Pisa hat uns allerdings nicht sehr gefallen. Nach einem Abendessen in einem durchschnittlichen Restaurant haben wir einen Spaziergang entlang des Flusses Arno, der durch die Stadt Pisa verläuft, zurück zu unserem Auto gemacht.

Volterra und Siena

Des Weiteren unternahmen wir einen halbtätigen Ausflug Richtung Volterra und Siena, zwei weitere sehenswerte Städte in der Toskana. Volterra war ca. 1 Stunde von unserer Unterkunft entfernt, Siena ca. 2 Stunden, wobei Volterra ungefähr auf der Hälfte der Strecke lag. Volterra liegt auf einem 550 Meter hohen Bergrücken umgeben von einer Hügellandschaft. Die Stadt hat einen mittelalterlichen Kern, allerdings kann man auch noch Überreste aus der Zeit der Etrusker (4. Jahrhundert vor Christus) und der Römer (Teatro Romano) besichtigen. Volterra wurde zuletzt insbesondere wegen der Verfilmung der Romanreihe „Twilight“ bekannt, da sie darin eine große Rolle spielt.

Nach einem ca. 90 minütigen Aufenthalt ging es weiter in Richtung der schönen toskanischen Stadt Siena, welche uns und den Kindern sehr gut gefallen hat. Das Auto haben wir außerhalb der Innenstadt auf einem Parkplatz abgestellt, da die Altstadt für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Da alle Sehenswürdigkeiten mit kurzen Spaziergängen zu erreichen sind, ist dies aber kein Problem!

Sehenswert fanden wir vor allem den bekannten muschelförmig angelegten Platz „Piazza del Campo, welcher umgeben von zahlreichen Restaurants und Cafés ist. Essen direkt am Platz sollte man allerdings vermeiden, da dort vor allem Touristen zu finden sind. Uns hatte ein italienischer Freund das Restaurant „Osteria Il Carroccio“ in einer Seitenstraße, welche zum Piazza del Campo führt, empfohlen. Diesen Tipp geben wir gerne weiter!

Weiteres Highlight, welches wir gegen ein Entgelt besichtigten, war der Dom von Siena. Letzter ist ein sehr schönes Beispiel gotischer Architektur aus dem 13. Jahrhundert. Besonders beeindruckend sind die mit dunkelgrünem und weißem Marmor verblendeten Ziegelsteine.

Einkauf von Olivenöl

An einem unserer letzten Abende im „Paradu Ecovillage“ fuhren wir zu einem nahe gelegten Olivenölerzeuger, und zwar zu „Fonte di Foiano“. Dort hatten wir uns am frühen Abend zu einer Olivenöl-Degustation angemeldet, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Neben der Geschichte des Olivenölerzeugers lernten wir verschiedene Arten von Olivenöl kennen, die beim Kochen verwendet werden können. Zum Abschluss konnte man im kleinen Geschäft vor Ort auch verschiedenen Öle erwerben. Nach der Degustation haben wir im angeschlossenen vegetarischen Restaurant sehr lecker zu Abend gegessen!

Über Modena zum Gardasee

Unsere 2 Wochen in der Toskana waren zu Ende! Am letzten Tag unseres Aufenthalts machten wir uns auf in Richtung Modena, was auf unserer Strecke zu unserem 2. Aufenthaltsort lag, dem Gardasee. Dort übernachteten wir bei Freunden, die uns am nächsten Tag die sehr schöne Innenstadt Modenas zeigten. Schönste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Piazza Grande, welche von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Auf dem Piazza Grande stehen der Dom San Geminiano mit dem Torre Civica, der Palast des Erzbischofs und der Palazzo Municipale.

Dom San Geminiano auf dem Piazza Grande
Dom von Modena von Innen

Gardasee: Agriturismo Ai Vigneti

Südlich von Peschiera del Garda in den Bergen oberhalb des Gardasees verbrachten wir unsere dritte Ferienwoche im Agriturismo Ai Vigneti. Diese Unterkunft, die wir über Vamos-Reisen gebucht hatten, können wir für einen ruhigen angenehmen Aufenthalt am oder in der Nähe des Gardasee weiter empfehlen! Die Anlage hat ca. 12 Zimmer, weswegen die Anzahl der Gäste überschaubar ist. Auch bietet sie einen Swimmingpool, ein leckeres Frühstücksbuffet, 3mal Abendessen sowie ein paar Spielmöglichkeiten für die Kinder.

Blick auf Innenhof mit Restaurant

Verona, Bootsausflug und anderes

Am Gardasee gibt es viele verschiedene Ausflugsmöglichkeiten! Man kann die kleineren Städte rund um den Gardasee besichtigen, Bootstouren auf dem Gardasee unternehmen oder in nahegelegene größere Städte wie Verona oder auch Venedig (am besten mit dem Zug!) fahren.

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